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Rundweg über Leppinsplan

Wanderwege rund um Holzhausen
Wanderung auf dem Rundweg nach Leppinsplan

Wenn Sie auf der Seite weiter nach unten scrollen, finden Sie dort wissenswerte Informationen über den hier vorgestellten Wanderweg. Das sind im Wesentlichen die Infos, die Sie auch auf der Informationstafel am Rastplatz "Zu den Wiesen" finden. Falls sich in Zukunft Veränderungen oder neue Informationen ergeben, finden Sie diese hier auf der Webseite.

Speziell zu dem für diese Wanderung namensgebenden Ort "Leppinsplan" finden Sie Informationen über den folgenden Link:

 

Informationen über Leppinsplan

Sonnenaufgang
Straße zwischen Holzhausen und Kyritz
Rastplatz "Zu den Wiesen"
Leddiner Graben

Wer auf dem Rundweg nach Leppinsplan am 2021 angelegten Rastplatz „Zu den Wiesen“ angekommen ist, hat schon einen kleinen Eindruck davon gewinnen können, was auf dieser Wanderung zu erwarten ist. Die Landschaft rund um Holzhausen ist hauptsächlich durch landwirtschaftlich genutzte Wiesen- und Ackerflächen geprägt. Durchzogen wird das Gelände von zahlreichen Entwässerungsgräben. Diese dienen bis heute einerseits der Be- oder Entwässerung der landwirtschaftlichen Flächen und andererseits dem Hochwasserschutz. Bereits 1749 begann die Melioration im Dossebruch, im unteren Rhinluch und auch im Bereich der Jäglitz, die ab Leppinsplan bis Kyritz parallel zur Wanderroute verläuft.

Weidenhecken

Gegliedert ist das Gelände außerdem durch zahlreiche Gehölzhecken. Diese Landschaft mag vielleicht nicht so spektakulär aussehen wie z.B. Gebirgslandschaften, bietet durch die zahlreichen Gewässer sowie die vielen Hecken und Einzelbäume aber einer Vielzahl an Tieren einen Lebensraum. Wussten Sie, dass lt. NABU z.B. von der heimischen Stieleiche rund 300 Insekten- und 28 Vogelarten leben? Wer also mit offenen Augen diesen Rundweg entlang wandert, hat einiges zu entdecken. Vom Rastplatz aus hat man den Leddiner Graben im Blick an dessen Rändern zahlreiche Kopfweiden stehen. Über viele Jahrtausende hinweg dienten Weidenbäume den Menschen vor allem als Materiallieferant u. a. für das Anfertigen von Körben und Zäunen oder als Brennholz. Um geeignetes Flechtmaterial zu gewinnen, schnitt man die Bäume regelmäßig in einer Höhe von zwei bis drei Metern ab. Die dann nachwachsenden Triebe wurden im Winter geerntet.  Korbflechter verarbeiteten sie zu schönen und nützlichen Alltagsgegenständen. Leider gibt es nicht mehr viele Korbflechter. Ein typischer Beruf vergangener Zeiten droht auszusterben. Heute nutzt man andere Materialien zur Herstellung von Gefäßen und Zäunen. Neue Materialien sind zumeist langlebiger. Und der Aufwand zur Pflege der Kopfweiden ist hoch. Werden die Bäume jedoch nicht geschnitten, brechen die Stämme auseinander, denn die Kronen werden irgendwann zu schwer. Dann suchen sich die neuen Triebe eigene Wege. Wie bizarre Skulpturen in der Landschaft sind diese alten Weidenbäume trotzdem sehr schön anzusehen. 

Heute kennen nur noch wenige die Heilkräfte dieser Bäume. Wir nutzen die auf ihre Inhaltsstoffe geprüften Mittel der Apotheken. Das war in der Volksmedizin anders. So verwendeten Kräuterfrauen, Wanderärzte und andere Kundige Teile der Weiden, um Mittel gegen Fieber, Rheuma und andere Schmerzen herzustellen. Das Wissen darum ist Jahrtausende lang bekannt. Der Anbau der Weiden als Kopfweiden ist ein Kulturgut, das leider zunehmend in Vergessenheit gerät.

Ostbaumhecke

Wenn man vom Rastplatz weiter in Richtung Leppinsplan läuft, fallen insbesondere im zeitigen Frühjahr und im Sommer die zahlreichen Obstgehölze auf. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Kirschpflaumen. Deren Früchte sehen tatsächlich wie eine Mischung aus Kirschen und Pflaumen aus. Die Kirschpflaume ist dabei weder eine Kirsche noch eine Pflaume sondern eine ganz eigenständige Art und gehört zu den Rosengewächsen. Sie wird oft mit der Mirabelle verwechselt. Doch wer während eines Spaziergangs im Juli von den Früchten der Kirschpflaume gekostet hat, kann den Unterschied zur Mirabelle gut erkennen. Lässt sich der Kern leicht vom Fruchtfleisch lösen, handelt es sich um eine Mirabelle. Die Kerne der gelb und rot leuchtenden Früchte der Kirschpflaumen am Wanderweg lassen sich jedoch nur schwer vom Fruchtfleisch trennen. Die robusten und gegen Schädlinge sehr widerstandsfähigen Bäume blühen bereits im März. Dann erwartet den Wanderer ein weißes, wunderschön anzusehendes, duftendes Blütenmeer. Honig- und Sandbienen finden hier eine der ersten Futterquellen des Jahres.

Naturdenkmal Eiche

Nach kurzer Wanderung kommt rechts vom Weg, auf dem Acker eine Eiche in den Blick. Bereits 1989 wurde diese Eiche “im Felde auf Leppinsplan“ als Naturdenkmal des Landkreises OPR ausgewiesen. Sie ist als einzelnstehender, imposanter Baum schon von Weitem erkennbar. Es ist nicht die einzige Eiche in der Gegend. Viele andere stehen in Gruppen am Wegestrand. Eichen werden zwischen  600 und 800, in seltenen Fällen bis zu 1200 Jahre alt. 

roter Milan

Zahlreiche Vogelarten wie z.B. Kraniche, Milane und Wildgänse ziehen über Wiesen und Äcker hinweg oder übernachten dort. Sogar der Neuntöter und der Eisvogel wurden schon gesehen. Mit ein wenig Glück sieht man im Frühling die Schwäne auf den Teichen des Leppinsplan schwimmen. Viele Rehe und Hasen kommen vor allem am frühen Morgen und am Abend aus ihren Deckungen. Aus geringer Entfernung sind sie dann gut zu beobachten. Und wer aufmerksam ist, entdeckt mit etwas Glück auch den Fuchs, Marderhund auf ihren Streifzügen oder einen bunt schillernden Fasan. An einigen der zahlreichen Gräben, die den Wiesenweg queren, haben Nutriafamilien ihre Behausungen.

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